Euronat-Wildtiere II


Rehe sind nicht wirklich selten in Euronat. Eher selten ist hingegen die Bereitschaft  dieser Tiere, auch mal so zu posieren, dass ein gekonnt komponiertes Bild herauskommt.

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Rehe in Euronat am 17. Januar 2012. Die hellen Augen sind durch den Blitz des Fotografen entstanden.


Ein schlechtes Gewissen wegen der vielen Pflanzen, die sie abfresssen, haben die Rehe offensichtlich nicht. Allerdings könnten sie kooperativer sein, wenn sie fotografiert werden sollen. Bei diesen Aufnahmebedingungen muss man froh sein, wenn man überhaupt zum Auslösen kommt.

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Auch wenn es anders  aussieht: Das Bild ist nicht gestellt. Das Reh ist mit seinen Kumpanen unmittelbar vor der Terrasse eines bewohnten Hauses unterwegs und kontrolliert, ob sie irgendwo vergessen haben, etwas abzufressen. Wenn sie fündig werden, wird für Kahlheit gesorgt.



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Ein Eichelhäher. Im Hauptberuf Polizist des Waldes, hier aber bei einer Rast an einer Vogeltränke. Der durstige Gast ist weder geschminkt, noch trägt er eine Maske. Er sieht immer so aus.
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Bilder aus dem Leben eines Eichörnchens


Ankunft und Lageanalyse. Kurzes Bedenken: Lohnt es sich, hier Stammgast zu werden? Der Erdnussvorrat spricht nicht dafür  .


Trotzdem. Wenig ist besser als gar nichts. Kurzes Rekapitulieren der Bedienungsanleitung.


Auf zur Tat, die Konkurrenz schläft nie.


Wenn mehr Nüsse drin wären, brauchte man nicht solch  einen Kopfstand zu machen.


Der Lohn der Angst. Aber ehrlich: könnte man die blöden Nüsse nicht so anbringen, dass man ohne Akrobatik dran käme?

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Noch eine Perleidechse. Noch ein anderes Individuum, dessen Zeichnung sich von den bisher fotografierten deutlich unterscheidet.


Dassselbe Tier wie auf dem Bild oben. Gut zu sehen, dass der Schwanz länger ist als der Körper der Eidechse.

Eine Perleidechse. Schon die dritte ihrer Art, die bei uns zum Fototermin kam. Durch Vergleich von Körpergröße und Zeichnung haben wir festgestellt, dass es tatsächlich drei verschiedene Tiere sind. Hier gut zu sehen die perlförmigen Schuppen, die wohl dafür gesorgt haben, dass das Tier zu dem Namen kam, den es trägt. (10. 07. 2010)



Ein Rehkitz, sehr jung noch. Da es noch nicht schnell genug ist, der Mutter bei eventuell erforderlichen Fluchten zu folgen, ist es darauf getrimmt, sich still und ruhig in sein Bodenversteck zu drücken, wo es auch bleibt, wenn Menschen (mit dem erfoderlichen Distanzgefühl) vorbeikommen. Wichtig bei solchen Begegnungen: Die Kitze nicht anfassen.!Es gibt Rehmütter, die danach ihre Kinder nicht mehr annehmen.


Hier die Mutter, die vorsichtig nachsieht, was vor sich geht.

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Ein Wiedehopf bei der Arbeit. Suche nach Fressbarem im sandigen Untergrund.


Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Das Opfer ist eine Insektenpuppe, der man nicht ansieht, was aus ihr hätte werden können, wenn nicht dieser Wiedehopf in Aktion getreten wäre.


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Ein Kleiber. Nicht selten, aber sehr scheu und daher meist nicht leicht zu beobachten oder gar zu fotografieren. Dieser hier demonstriert gerade, welche Kraft er in den Beinen hat.


Hier wird noch deutlicher, wie gut er sich festhalten kann. Aber der Aufwand lohnt sich offenbar.




Fortsetzung der Mahlzeit

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Eine Mauereidechse, in Euronat nicht gerade eine Seltenheit.


Dennoch interessant, die flinken und eleganten Tierchen



Eine Kreuzotter, der durchweg weniger Sympathie zuteil wird als anderen Reptilien.


Dieselbe Kreuzotter, anders abgewickelt. Schlangen sind grund-sätzlich nicht darauf aus, Menschen zu beißen. Das tun sie nur dann, wenn sie in für sie ausweglose Situationen geraten.


Auch eine Kreuzotter



Ein Reh auf unbefangener Inspektionstour in Euronat. Seine Kumpane, mit denen es zuvor mit langer Zunge ein Vogelfutterhäuschen leergeräumt hatte, wollten nicht mit aufs Bild.



Spuren im Schnee. Die Verursacher sind weg, aber eindeutig zu identifizieren: Rehe. Von denen gibt es in Euronat mehr als man denkt. Es wird gemunkelt dass sie von örtlichen Gärtnereien darauf abgerichtet sind, möglichst viel kostspieliges Pflanzgut abzufressen, das dann im nächsten Frühjahr wieder ersetzt wird. Gleichwohl, bewiesen ist das nicht.



Noch ein Reh, wintertags, wie die  gut sichtbaren Schneeflecken belegen. Selbstbewußt und ohne Unrechtsbewußtsein. Man sieht ja auch nicht, was das fleißige Tier schon abgefressen hat.

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Das ist zwar ein Wildtier, aber (noch) kein Euronatbewohner. Da er anderswo haust, haben wir ihn auch außerhalb der Euronat-Ecke untergebracht. Mehr, wenn Sie hier klicken.



(Afrikanische) Feuersalamander, die in einem Wasseruhrkasten hausen. Wir haben auch noch nicht heraus, was zu wem gehört. Die Lösung ist aber einfacher, als es aussieht, wenn man weiß, dass hier zwei  Salamander dem Winterschlaf entgegendösen.



Nicht selten in Euronat, aber selten bereit so zu posieren wie hier. Ein Hasenkind, nicht zu verwechseln mit den kleineren Kaninchen, die grau sind und lebenslang mit vergleichsweise kurzen Ohren auskommen müssen.





Eine von aufmerksamen Beobachtern entdeckte Spinne. Hier Ansichht von unten. Alle acht Beine sind gut zu sehen.



Auch Spinnen kann man im Profil aufnehmen.



Am besten sind sie natürlich von oben. Diese hier ist nicht ganz so, wie die Natur sie geschaffen hat. Ihr fehlt ein Bein auf der linken Seite. Anscheinend aber kein existenzbedrohendes Problem.

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Ein Taubenschwärmer. Er saugt mit seinem Rüssel Nektar aus der Blüte. Er steht dabei mit rasend schnell schlagenden Flügeln frei vor der Blüte. Er kann auch rückwärts fliegen. Schöne Bilder von einem besonderen Termin mit einem Taubenschwärmer, gibt  es zu sehen, wenn Sie hier klicken.


Flug zu einer neuen Blüte. Der Rüssel ist teilweise eingerollt.
Fortsetzung, wenn Sie hier klicken.



Zu diesem Bild sind mehrere Fragen zu stellen. Ist es überhaupt noch rechtens, Eichörnchen unter die Wildtiere zu zählen? Noch gewichtiger: Was bringt Eichhörnchen dazu, bühnenreife Kunststückchen und dies in perfekter Haltung zu produzieren?


Auf die zweite Frage haben wir die Antwort hier: Eichhörnchen werden von bestimmter Seite unter ungerührter Ausnutzung ihres Suchtverhaltens dazu gebracht, Dinge zu tun, zu denen sie eigentlich nicht verpflichtet sind.

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Eingeweihte haben sofort gesehen: Fred (oben rechts) und ein schüchterner Laubfroschkumpan



Eine Gottesanbeterin

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Keine Schlange, eine in jeder Beziehung harmlose Blindschleiche. Die hier (ca 30 cm lang) machte am Hauptstrand von Euronat eine Erkundungstour. Blindschleichen sind eigentlich Eidechsen, denen die Beine abhanden gekommen sind. Deswegen können wir sie hier gut vor den Bildern der Perleidechse zeigen.



Wie zu sehen, eine Perleidechse, hier allerdings nur der Anfang, und der auch noch im Schatten.

Die Perleidechse (Timon lepidus) ist die größte europäische Eidechse und  gehört innerhalb der Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae) zur Gattung  Timon. Sie kann mit Schwanz bis zu 60 cm und mehr lang werden. Bis vor einigen Jahren wurde die Art noch in der Gattung Lacerta als Lacerta lepida geführt. Da wir an der Umbenennung wirklich unschuldig sind, versuchen wir nicht zu erklären, warum sie vorgenommen wurde.

 

Man wagt sich in das für das Fotografieren günstigere volle Sonnenlicht


Je mehr Licht auf diese Eidechse geworfen wird, desto größer erscheint sie.



Porträtaufnahme


Gesamtaufnahme, leicht seitlich

Zur Einschätzung der Gesamtlänge. Wir halten diese Perleidechse für ziemlich ausgewachsen.


Sie macht sich dennoch davon. Gut zu sehen, wie gut sie getarnt ist.


Hier ist die Tarnung noch besser


Und hier ist sie fast schon perfekt. Sehen Sie eine Perleidechse?


Nachdem sich die Eidechse vor unserer Kamera in Sicherheit gebracht hatte, tauchte sie wenig später auf der anderen Straßenseite wieder auf, diesmal in offensichtlicher Fotografierlaune.