Mortagne-sur-Gironde: Die Ermitage Saint Martial


Von der Straße kaum zu erkennen, was sich hier hinter den Bäumen verbirgt.


Auch ein Stückchen weiter wird man nicht klüger.

Der Blick durch das verschlossene Tor bringt  nicht viel Aufklärung. Man muss warten bis zum Beginn der Besichtigungszeit.


Der Eingang in die ganz in den Fels gehauene Kapelle


Altar und Heiligenstatuen. Der Raum ist aus dem Felsen herausgeschlagen worden nach Vorstellungen, die aus östlichen Regionen kommen.


Blick von außen. Bereich neben der Kapelle


Eingang zu Wohn- und Wirtschaftsräumen


Durchgang

Gang zu Nebenräumen



Altar außen vor der Ermitage


Die Ermitage Saint Martial in Mortagne-sur-Gironde trägt den Namen ihres Entdeckers, des ersten Bewohners Saint Martial, der im 2. Jahrhundert sich die schon vorhandene Höhlungen zunutze machte und dort eine Einsiedelei errichtete. Im 4. Jahrhundert ließen sich für lange Zeit Mönche dort nieder, und im Mittelalter, als die Wallfahrten nach Santiago de Compostella sich großer Beliebtheit erfreuten, boten die einfachen Höhlen  Pilgern Zuflucht und Schutz. Während der Religionskriege am Ausgang des 16. Jahrhunderts wurden die Mönche vertrieben. Erst 1698 wurde das klösterliche Leben wieder begründet, doch machte die Französische Revolution dem ein abruptes Ende. 1792 wurde die Ermitage zum staatlichen Eigentum erklärt, doch wusste man offensichtlich nicht so recht, was man damit anfangen sollte. Schließlich zogen bedürftige Familien dort ein und machten die Ermitage zur Wohnung. 1878 kaufte das Bistum Limoges die Ermitage zurück, und bis heute ist sie in kirchlichem Besitz.

Im Inneren der Ermitage findet man einen Vorratskeller, eine Kapelle, eine Küche, zwei Schlafsäle und zwei Zellen.

Die Kapelle ist zweifellos der interessanteste Teil der Ermitage. Sie verkörpert architektonische Elemente, die sonst nur in Griechenland oder in Kleinasien vorkommen. Die Statuen des Altarbereichs werden durch geschickt plazierte Öffnungen nach außen hin den ganzen Tag über beleuchtet. Das koptische Kreuz auf dem Altar, das byzantinische Kreuz am Fuß des Altars und der Umgang hinter dem Altar zeigen, dass die Konzeption der Kapelle auf östlichen Vorstellungen beruht.

De Ermitage kann im Sommer an allen Nachmittagen besichtigt werden. Im Winter wird sie nur auf telefonische Vereinbarung hin geöffnet. Kontakte über Mme Kerninon Tel 05.46.90.62.95