Vorsicht Wildschaden

Patentrezept?

Eine leidgeprüfte Euronat-Gärtnerin teilt eine Entdeckung mit, die vielleicht von allgemeinem Interesse ist:
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Liebe Freunde,

Nachdem die „bösen“ Rehe im Mai meine schönen Rosenknospen abgefressen hatten, suchte ich nach Möglichkeiten des Schutzes. Rehe gehören ja in den Wald, und ich mag sie wirklich (auch im Topf) und will ihnen nichts Böses. Sie gehören ja zum Wald.

Nun erfuhr ich von folgendem Mittel:

Neudorff’s Wild Stopp. (nicht ganz billig, 100 gr ca. 16 €)

Das Pulver wird aufgelöst, auf die Pflanzen gespritzt, soll 6-8 Wochen wirken.

Das Mittel ist nicht insektengefährlich!

Ich probiere es mal aus.

Viele Grüße R.

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Wir verfolgen mit Interesse, ob das genannte Mittel tatsächlich Rehe abhält, das zu tun, was wir nicht mögen. Wenn sie Erfahrungen damit gesammelt haben, lassen Sie uns daran teilhaben. (UMarwedel@t-online.de oder das Kontaktformular)

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Auch wenn Tierliebe Pflicht ist: Alles, was uns von dieser Seite der Schöpfung angeboten wird, müssen wir nicht gut finden. Hier das Ergebnis eines Fressangriffs von Rehen auf eine Yucca. Kaum vorzustellen, was daran schmackhaft sein soll.



Das war beim Kauf eine Kamelie. Jetzt nur noch am Sortenschlid zu erkennen. Wenn man sich vorher Gedanken gemacht hätte....


Hier ist ein ungeschützter Olivenstamm geschält worden, auch hier waren wohl Rehe die Täter.


Die Täter sind weg, ihre Spuren aber immer noch deutlich zu erkennen.



Nicht gerade prickelnd schön, es wirkt aber. Hier haben die so eingesperrten Sträucher ohne Schrammen den Winter überstanden.



Hier war der Wildschutz etwas nachlässig installiert und konnte von unten angehoben werden. Ergebnis: Unten sind die Blätter weg, oben nicht.




Auch hier wurde Wildschutz betrieben, doch nicht bedacht, dass Rehe einen niedrigen Zaun auch von oben überwinden können. Immerhin sind die Blätter unten an den Sträuchern noch da.


Und die Moral von der Geschicht? Ohne Vorsichtsmaßnahmen wird es wohl immer schwieriger, Gewächse ohne Wildschaden über den Winter zu bringen. Es scheint so zu sein, dass die Zahl der Rehe auch in Euronat zugenommen hat. Aus den gemachten Beobachtungen ergibt sich: Schutz ist möglich, doch muss dafür gesorgt werden, dass er nicht angehoben und dass er nicht von oben überwunden werden kann.

Als Materialien kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Dabei sollte gelten: je fester das Material ist, desto schlechter kann es vom Wild verformt und unwirksam gemacht werden.