Kiefernprozessionsspinner-Raupen

Die Raupen des Kiefernprozessionsspinners, wie die unerwünschten Schädlinge korrekt heißen, sind im Médoc besonders im beginnenden Frühjahr eine Plage, auf die man gut verzichten könnte. Richtig unangenehm sind sie für viele Médocbewohner wegen der Hautreizungen, die von ihnen ausgehen, wenn sie ihre feinen Härchen abstoßen, in denen sie ein unangenehmes Reizgift freisetzen, das übrigens auch nach dem Tod einer Raupe nachwirkt. Eigentlich müsste man diesen Plagegeistern aus dem Wege gehen, was aber in der Praxis nicht möglich ist, da sie fast überall anzutreffen sind, wo es Pinien gibt.

Wir wollen in dieser Rubrik Erfahrungen weitergeben, die helfen können, mit den Folgen der Hautreizungen umzugehen. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich um individuelle Ergebnisse handelt, die wir nur weiterleiten, ohne deren Wirksamkeit selbst überprüft zu haben, einfach deswegen, weil wir das Glück haben, offenbar weniger empfindlich zu sein.

Bilder und Erläuterungen konnten Sie übrigens schon früher bei uns in der Euronat-Ecke finden, wo wir eine eigene Seite über diese Plagegeister eingerichtet haben, zu der Sie kommen, wenn Sie hier klicken.

 

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Raupenbekämpfung

Die Raupen des Kiefernprozessionsspinners sind überall unwillkommen, weil sie bei empfindlichen Personen schwere Hautreizungen oder Schlimmeres hervorrufen können. Dabei sind nicht nur Menschen, sondern auch Tiere, besonders Hunde gefährdet, wenn sie intensiven Kontakt zu den unliebsamen Schädlingen haben. Im Zweifelsfall hilft dann nur der schnellste Weg zum Tierarzt, um lebensbedrohliche Zustände zu verhindern oder ihnen entgegenzuwirken. In diesem Jahr ist die Plage schon Mitte Februar aufgetreten und immer noch nicht abgeklungen. Wenn die Raupen da sind, gibt es kaum noch Abwehrmöglichkeiten, es sei denn, man wendet ein Verfahren an, wie es  mit gutem Erfolg in Pau praktiziert wird. Dort werden Duftstofffallen eingesetzt, die die Raupen anziehen und dann die Möglichkeit bieten, sie einzusammeln und zu vernichten. Dazu werden die Stämme von Kiefern und anderen bedrohten Bäumen mit einer Kunststoffbandage umwickelt, aus der eine Röhre in einen Sammelbehälter führt, in dem der Lockstoff enthalten ist. Die Sammelbehälter werden alle drei Tage ausgewechselt und sind dann manchmal regelrecht überfüllt, so dass eine chemische Bekämpfung vor Ort erfolgt, um die Raupen zu töten. Inzwischen hat die Stadtverwaltung 140 solcher Fallen angebracht, die vornehmlich nahe bei Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen platziert worden sind, in denen Kinder geschützt werden sollen.

(J.-J. Nicomette, Poilues, nombreuses et redoutées, in : SUD OUEST, 16. März 2011)

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Erfahrungsbericht eines Kiefernprozessionsspinner-Geschädigten


"Kaum in Euronat angekommen, leide ich wieder unter einem lästigen Juckreiz –

der Grund: die mikroskopisch kleinen Härchen der Seidenspinnerraupen, die überall unsichtbar herumfliegen. Bei Hautkontakt kann es zu unterschiedlichen allergischen Reaktionen kommen.

Für meinen Teil habe ich umgehende Linderung festgestellt, wenn ich die betroffenen Stellen mit Alkohol beträufele – je reiner der Alkoholanteil, desto besser.

Vielleicht hilft diese Art von 'Medizin' ja auch dem einen oder anderen Mitleidenden."

 

H. B.,  Euronat – im März 2010

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 Weitere Erfahrungen


Hier noch etwas aus meinem "reichhaltigen" Erfahrungsschatz aus den letzten 2o Jahren Euronat:

 Es halfen (bei mir) bei starkem Befall -- nur noch: Kortisonsalbe zur unmittelbaren Behandlung der entzündeten Stellen + Mittel gegen die dadurch zusätzlich ausgelösten allergischen Reaktionen verschiedener Art.

Recherchen im Internet-- französisch unter" chenille processionaire" -- was hilft mir? führten zu der Empfehlung :

Cortisedermyl- pommade - + täglich 1 Tablette Cétirizine.

Beim anschließenden Apothekenbesuch hielt die freundliche Beraterin sogleich beides bereit. Cetrizine leider nur in der 7er-Packung, was bei längerem Aufenthalt und der aktuellen Jahr 2010 -Belastung kaum ausreichen dürfte. Ist aber auch in Deutschland in jeder Apotheke in Packungsgrößen bis zu 100 Tabletten zu erwerben. (VPreis identisch!) -Preis Cortisedermy+ Cetrizine 10mg-7Stück: 8 Euro. -Cetrizine bei Doc Morris z.Z. bei ca. 3 Euro - 28 Euro(100 Stück)

 Vielleicht auch noch zu empfehlen/vorbeugend - längerfristig zu nehmen:

Mittel aus der Homöopathie: Thaumetopoea processionea -15 ch- laboratoirer Boiron

Preparation magistrale Ref 15100302-0111 - Preis 4,4o Euro.

 So läßt sich eine frühzeitige Abreise aus dem Euronat in  diesem Jahr dann doch noch (bei mir!)vermeiden !

 

Manfred Wittler

Euronat, März 2010