Pointe de Grave, Fähren und Schiffe

Restaurants, die es nicht mehr gibt


Das Restaurant des Gourmets. Von der Pointe de Grave aus wurde zwar erst 1935 eine Fährverbindung nach Royan für Fahrzeuge eingerichtet, doch bestand schon seit den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts eine regelmäßig bediente Übersetzmöglichkeit für Fußgänger. Ohne diesen Fährdienst und ohne die kurz nach 1875 gebaute schmalspurige Pferdebahn vom Bahnhof in Le Verdon zur Pointe de Grave hätten sich die auf den abgebildeten alten Postkarten zu sehenden Restaurants nicht halten können.



Das Restaurant Couzan, davor die Schienen der Pferdebahn, die von Le Verdon zur Pointe de Grave führte. Zur Pferdebahn gibt es weiter unten nähere Informationen.


Das Restaurant de l'Océan



Einer der kleinen Dampfer, die bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein zwischen der Pointe de Grave und Royan eingesetzt wurden. Weder die Dampfer noch die Anlegestellen waren dafür eingerichtet, Fahrzeuge zu transportieren.


Ein anderer Dampfer aus der Frühzeit des Fährverkehrs zwischen der Pointe de Grave und Royan.



Die vermutlich älteste Aufnahme des Hafens an der Pointe de Grave, die wir bislang aufgespürt haben. Entstehungszeit deutlich vor 1900. Es gibt noch keine Einrichtungen für das Anlegen der Boote nach Royan.
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Ankunft der Fähre aus Royan um 1950. Zu sehen ist die alte Fähre Cordouan. Im Hintergrund zu erkennen die Silhouette von Royan, die noch keine Zeichen des Wiederaufbaus der im Januar 1945 durch Bombenangriffe fast völlig zerstörten Innenstadt von Royan zeigt.



Die Jetée der Pointe de Grave um 1900

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Die Erinnerungstafel für das Denkmal zu Ehren der Soldaten der USA


Die nach dem 2. Weltkrieg aufgestellte Tafel erinnert an das von den deutschen Besatzern gesprengte Denkmal, das zu Ehren der  US-Soldaten errichtet worden war, die im Ersten Weltkrieg auf der Seite Frankreichs gekämpft haben.
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Pferdebahn an der Pointe de Grave

Nachdem der Bau der aus Bordeaux kommenden normalspurigen Eisenbahnlinie im Jahre 1875 im Bahnhof von Le Verdon gestoppt worden war, wurde eine schmalspurige Pferdebahn von dort zur Pointe de Grave gebaut, mit der es z. B. möglich war, die Fähre am Port Bloc zu erreichen. Diese Verbindung bestand bis 1893, als extrem hohe Springfluten den Gleiskörper der Pferdebahn schwer beschädigten und teilweise zerstörten. Die normalspurige Bahnlinie wurde erst am 1. August 1902 bis zur Pointe de Grave weitergeführt. Der Komfort in den ungefederten  Wagen hielt sich in engen Grenzen, zudem war das Tempo nach Pferdeart eher gemächlich.


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Der alte Anleger aus der Zeit vor 1930. Gut zu sehen, dass hier nur Fußgänger an oder von Bord gehen konnten. Die Beförderung von Fahrzeugen war noch nicht möglich.




Pointe de Grave: Der Fähranleger (rechts; vom Anlegesteg ist nur die äußerste Spitze zu sehen) und ein gerade von Royan ankommender Dampfer. Aufnahme vor 1908.


Eine Gabare hat am Fähranleger festgemacht, die aber wohl nicht im Fährdienst eingesetzt war.



Pointe de Grave, Fähranleger. Aufnahme zwischen 1933 und 1935. Links ein von Royan kommendes kleines Fährschiff, in der Bildmitte der eigentliche Anleger. Man sieht im Vergleich mit dem oben gezeigten Bild, dass der Schiffsrumpf, der als Anleger dient, ausgewechselt worden ist. Auch das Fährschiff ist ein anderes. Im Hintergrund am linken Bildrand die Ozeanbrücke, der nur ein kurzes Leben beschieden war. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Besatzern gesprengt.



Port Bloc, der Hafen an der Pointe de Grave, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das hohe Bauwerk links von der Bildmitte ist das zu Ehren der amerikanischen Truppen, die im Ersten Weltkrieg auf der Seite Frankreichs und seiner Verbündeten gekämpft haben, errichtete Ehrenmal. Es wurde in der Zeit der deutschen Besatzung gesprengt, weil man das weithin sichtbare Denkmal als Orientierungsmarke für von See angreifende Feinde betrachtete.




Der Anleger für Fährschiffe in Le Verdon vor 1935. Das Übersetzen war nur für Fußgänger möglich. Vorrichtungen für den Transport von Fahrzeugen gab es noch nicht

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Die Überseebrücke in Le Verdon



Die Überseebrücke in Le Verdon, die 1933 in Betrieb genommen wurde, war zu ihrer Zeit eine technische Meisterleistung. In den ersten sechs Jahren ihres Bestehens haben rund 100 ozeangehende Schifffe angelegt, dann beendete der Krieg den Überseeverkehr. 1944 wurde die Anlage von den deutschen Besatzern gesprengt. Zwischen 1966 und 1986 wurde ein Tankerterminal auf den Ruinen der Überseebrücke betrieben. Seit dem Ende des Ölhafens liegen die Reste dieses Anlegers eher hinderlich vor dem Eingang zum heutigen Containerhafen von Le Verdon.


Nochmal die Überseebrücke, diesmal koloriert und mit einem Schiff auf der hinteren Seite.


Ein Zug verlässt die Gare maritime. Diese Strecke gehörte zu den ersten in Frankreich, die elektrifiziert wurden.


Der über 300m lange Viadukt, der zur Gare maritime führte (im Vordergrund) und im Hintergrund das Empfangsgebäude


Ein Raum im Empfangsgebäude


Die Anlegebrücke aus einer Perspektive, die einigen technischen Aufwand verlangt.

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Die Cordouan, der erste transbordeur, mit dem ab 1935 erstmals Fahrzeuge  über  die Gironde transportiert werden konnten. Das Schiff hatte in der Mitte beidseitig klappbare Bordwände, die im Hafen auf der Anlegeseite heruntergelassen wurden und dann als Auffahrtrampe für Fahrzeuge dienten. Die Cordouan konnte 300 Passagiere und 20 Fahrzeuge befördern. Sie und ihre Nachfolgerinnen hatten ein vom Heck zum Bug leicht ansteigendes Fahrzeugdeck, damit die transportierten Autos mit etwa gleich hohem Winkel auf den schräg ansteigenden Anleger fahren konnten.


Die Cordouan läuft in den Hafen Port Bloc an der Pointe de Grave ein. Die Fahrzeuge stehen brav quer zur Schiffsachse


Port Bloc vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Fähre in der Bildmitte hat an der Steuerbordseite angelegt. So können die in Royan aufgefahrenen Fahrzeuge vorwärts auf den Anleger fahren. Die Fahrzeuge, die in Le Verdon auffahren, tun dies ebenfalls vorwärts. Und sie können vorwärts herunterfahren ohne umständliches und zeitraubendes Rangieren.


Le Cordouan läuft aus Port Bloc aus. Da sie an der Steuerbordseite angelegt hatte, musste sie im Hafenbecken wenden. Dieses Manöver ist hier gerade abgeschlossen. Die Fähre strebt mit kleiner Fahrt dem Ausgang aus Port Bloc zu.





Port Bloc aus der Luft.



Die Fähre La Gironde läuft in Port Bloc ein. Das Tempo ist schon deutlich reduziert. Zu sehen an der nicht existierenden Bugwelle und der recht schwachen Heckwelle.







Port Bloc aus der Luft, Aufnahme um 1970.