Ungebetene Strandbesucher:

Physalia physalis - Die Portugiesische Galeere


Eine schwimmende Physalia, meist besser bekannt unter ihrem populären Namen: Portugiesische Galeere (Vergrösserung aus dem folgenden Textblatt)



Giftige Meerestiere
Massnahmen zur Gesundheitsvorsorge


La Physalie .... Übersetzung: Die Physalia ist ein Meeresbewohner, der auf dem Wassser schwimmt. Sie besitzt sehr lange Tentakel, die sehr schmerzhafte Hautverbrennungen verursachen können, manchmal aber auch schwerwiegendere Folgen haben können (z.B. Verlust des Bewusstseins, Atembeschwerden etc.)

EN CAS D'ENVENIMATION (Übers.):
--> Die Haut nicht direkt mit der Hand reiben
--> Die Tentakel entfernen, indem die Haut mit Meerwasser gespült wird und dabei Rasierschaum zugesetzt wird (falls der fehlt, notfalls auch trockener Sand), dann die Tentakel mit einem Stück steifen Kartons abstreifen
--> Bei Anzeichen von Unwohlsein oder anderen Beschwerden sich zum Stradrettungsposten begeben oder die 15 wählen (auf dem Telefon)
Diese Tiere bleiben giftig, auch wenn sie tot auf dem Strand liegen


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Ein schwimmendes Exemplar der Physalia physalis.  Die Tentakel erscheinen hier relativ kurz zu sein. Tatsächlich können sie fünfzig und mehr Meter lang sein.


Nach dem Sturm vom 6. September 2008 hat es zwei Exemplare der Physalia physalis an den Strand zwischen Euronat und Le Gurp verschlagen. Im Anschluss an die Bilder ein im wesentlichen auf Wikipedia-Deutschland gestützter Text zum Thema

Ein noch lebendes Exemplar Physalia physalis- Portugiesische Galeere. Die ansonsten viel längeren Nesselfäden sind hier nur noch kurz (aber gefährlich!)



Links: Portugiesische Galeere: Vergleich mit Schuhgrösse 45
Rechts: Ein zweites Exemplar, bei dem die Nesselfäden besser erhalten sind (aber trotzdem nicht angefasst werden sollten).



So sieht es aus, wenn Physalia physalis, die Portugiesische Galeere  schwimmt


Physalia physalis – Die Portugiesische Galeere

Manchmal ungenau als Feuerqualle oder schlicht nur als Qualle bezeichnet, ist die Portugiesische Galeere eigentlich eine Kolonie voneinander abhängiger Polypen. Sie ist eine Art aus der Gattung der Seeblasen (Physalia),die zu den Staatsquallen gezählt wird und gehört zu dem sogenannten Pleuston, den auf der Wasseroberfläche treibenden und vom Wind angetriebenen Organismen.

Sie sind heimisch im Pazifik, aber auch vor den Kanarischen Inseln und vor Portugal, werden aber von Zeit zu Zeit durch Wind und Strömung auch an die französische Atlantikküste verschlagen.

Charakteristisches Kennzeichen ist eine bis zu 30 cm messende sackförmige Gasblase, die, mit Kohlenstoff und Stickstoff gefüllt, für den Auftrieb des Tieres sorgt und wie ein Segel wirkt. Die zahlreichen Tentakel sind blau, weiß oder rotviolett gefärbt. Sie sind meistens ca. 1,50 m lang, können aber in seltenen Ausnahmefällen bis zu 60 m lang werden.

An den Tentakeln sitzen bis zu 1000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein aggressives Giftgemisch enthalten. Das Gift wirkt bei Hautkontakt direkt auf die berührten Nervenzellen und führt dort zu einer Übererregung, die bis zu Atemstillstand und Herzversagen führen kann.

Bei Hautkontakt empfohlene Sofortmaßnahmen:

-         keinen Druck auf die Nesselfäden ausüben (damit nicht noch mehr Nesselzellen zum Platzen gebracht werden),

-        Großzügige Spülungen mit Salzwasser (keinesfalls mit Süßwasser oder Essiglösung, wodurch die Nesselzellen zum Platzen angeregt werden),

-         Keinesfalls Nesselzellen abreiben! (auch dadurch werden Nesselzellen zum Platzen gebracht)

-         Betroffene Stellen mit trockenem Sand abdecken und vorsichtig mit einem Spatel abstreifen.

 

Schnellstens ärztliche Hilfe suchen!

 

Das Opfer sollte viel trinken, um dem wahrscheinlichen allergischen Schock entgegenzuwirken oder ihn zu mildern.

 

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Portugiesische_Galeere, Ergänzungen UM, 7. Sept. 2008, 2. Aug. 2010))

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Bilder von den Folgen eines Kontakts mit einer Portugiesischen Galeere

"Es fühlte sich an,als ob man kurz eine Plastiktuete im Wasser streift, brennende Schmerzen setzten erst mehrere Stunden spaeter ein, die 3 Tage anhielten, als diese ausblieben,setzte ein Jucken ein." (St. P.)

 

am 1. Tag

am 2. Tag



ebenfalls am 2. Tag


am 3. Tag


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