Der Pont d'Aquitaine

- Bezwingung mit radfahrerischen Mitteln -

Der Pont d'Aquitaine in Bordeaux ist zwar nicht die längste, aber immer noch eine der größten Hängebrücken in Frankreich. Baubeginn war 1960, Fertigstellung und Einweihung 1967. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 1776 m, die Spannweite des mittleren Teils 394 m. Die Höhe der Fahrbahn über der Garonne wird mit 53 m bei Flut angegeben. Die beiden Pfeiler sind jeweils 103 m hoch.


Blick auf die Auffahrtrampe zum Pont d'Aquitaine auf dem linken Garonne-Ufer


Eigentlich dürfen nur Fahrräder den schmalen Weg rechts neben der Fahrbahn für den Kraftfahrzeugverkehr benutzen. Eigentlich.


Der Radweg: das Ende ist gefühlte, - na ja  ein paar Kilometer scheinen es  schon - weg. Ohne Fühlen klar zu sehen: eine gepflegte Steigung: 6 %, ganz schön viel für ein Fahrrad und dessen Muskelantrieb. Tröstlich, auch dieser Aufstieg ist endlich.




Auch wenn der Weg steil nach oben führt, die Ausblicke nach unten sind von anregender Qualität. Hier fragt man  sich z. B., ob die Besitzer des Gartens in der Bildmitte gewusst haben, dass sie einen öffentlichen Garten betreiben werden, in dem jedes verquere Kräutlein  vor den Augen der Mitwelt gedeiht oder auch nicht. Und dazu ist man dankbar, dass man einen Vorwand für eine Pause beim Aufstieg gefunden hat.


Der Aufstieg wird fortgesetzt. Auch wenn es vorwärts geht, so richtig glaubhaft ist nicht, dass man irgendwann oben anlangen wird.


Gut, dass es viel zu sehen gibt, dann braucht man die Pedale nicht dauernd kreisen zu lassen.


Hier beginnt die eigentliche Hängebrücke.


Blick auf den mittleren Teil der Brücke vom südlichen Hauptpfeiler aus gesehen.


Blickrichtung  flussabwärts. Mehr zu ahnen als zu sehen, dass da auch die Garonne fließt.



Blick auf die Stadt mit einem kräftigen Weitwinkel. Der Turm in der Bildmitte gehört zu Saint Michel. Aufnahmeort ist der höchste Punkt der Fahrbahn.


Wechsel zu einem kräftigen Teleobjektiv. Plötzlich fällt eine Konstruktion auf, die ziemlich weit in der Mitte der Garonne zu stehen scheint.


Mit der Rückkehr zum Weitwinkel wandert das Gebilde an das Ufer.


In der Großaufnahme offenbart es einige seiner konstruktiven Geheimnisse.


Aus diesem Blickwinkel und mit der verwendeten Brennweite scheint das Gebilde wieder zeimlich weit in die Garonne gerückt zu sein. Tatsächlich steht es aber fest und unbeweglich seit mindestens drei Jahrzehnten dort, wo es auf den Weitwinkelbildern wirklich steht. Ein wenig Licht in die Geheimnisse, die diese Konstruktion umgeben, hat ein Artikel im SUD OUEST vom 11. April 2013 gebracht.
(Zu der Seite, auf der über diesen Artikel berichtet wird: Klick)


Saint-Michel von halber Brückenhöhe aus.


La Grosse cloche


Aus aktuellem Anlass Blick nach links. Hier nähert sich mit gemächlichem Tempo ein TGV auf dem Weg zur Gare Saint-Jean.



Blick auf die Cathédrale Saint-André vom höchsten Punkt der Brücke. Im unteren Bildbereich der Anfang vom Port de la Lune.


Hier dieselbe Kathedrale von der Hälfte der Brückenhöhe aus aufgenommen. Klar die bessere Perspektive.






Blick abwärts, 6% Gefälle.