Die Besiedlung Nordamerikas

Wie fast jedermann weiß, hat sich die Besiedlung Nordamerikas über ein paar Jahrhunderte hingezogen, und friedlich ist dabei längst nicht alles abgegangen.

Die modernen Zeitgenossen, die sich entschlossen hatten, ihrer Existenz eine entscheidende Wende zu geben und auf sozusagen kaltem Wege zu Nordamerikanern in Euronat zu werden, haben ihre Siedlungsphase in wenigen Jahren abgeschlossen, und niemand hat dabei Leib oder Leben aufs Spiel gesetzt oder gar eingebüßt. Auch mit den Ureinwohnern Nordamerikas, die sich in elitärer Fürwitzigkeit die besten Grundstücke in ihrem Erdteil lange ausgesucht hatten, bevor die gewöhnlich Sterblichen dorthin strömten, wurde gnädig verfahren. Die einzigen Massaker, die, gleichwohl in Massen, aufgetreten sind, haben sich auf den Konten der Käufer der Häuser in Nordamerika abgespielt, aber das ist eine andere Geschichte. 

Wir wollen in der Folge mit ein paar Bildern Einblick in die Pionierzeit des Lebens in Nordamerika geben. Die gezeigten Bilder haben ihr erstes Leben in einem Videofilm gehabt und sind von einem findigen Zeitgenossen zu Einzelaufnahmen gemacht worden. Die sind dann von den Bildfälschern unseres Teams nachbehandelt worden und zu dem geworden, was im Anschluss zu sehen ist. Aus der Entstehung der Bilder ergeben sich Bitten um  Nachsicht dafür, dass nicht überall und konsequent der bei uns übliche Qualitätsstandard zum Durchbruch kommen konnte. Wir sind optimistisch, dass Sie aus diesem Umstand heraus zur Tat schreiten und uns besseres Bildmaterial in Mengen zur Verfügung stellen. Wir sind gespannt, ob wir Recht bekommen.

Nun zu den Bildern:

So oder ähnlich sah es aus, wenn die Vorbereitungen zur Errichtung eines Hauses nahezu abgeschlossen waren. Allerhand für den Bau notwendige Teile wurden um den Bauplatz so drapiert, dass für Uneingeweihte der Eindruck eines bewusst gestalteten Chaos entstehen konnte. 


Das vermeintliche Chaos fügt sich zu einem Haus zusammen, dessen Typ sich erahnen lässt.


Hier muss man nicht mehr ahnen, man kann sehen, dass hier ein Landais seiner Fertigstellung zustrebt. Links zur Hälfte zu sehen: Manitou, der gute Geist der Bauhandwerker, der alles hebt und wuchtet, was nicht mit Händen zu tragen ist. Hier ist die der Terrassenseite abgewandte Giebelfront zu sehen mit der haustypischen Bodenklappe, die hier noch ins Unendliche verweist.


Dasselbe Haus, diesmal vom terrassenseitigen Giebel aus gesehen. Die rechte Bildseite verrät, dass hier ein Landais mit drei Zimmern seiner Bestimmung entgegenwächst.


Die Vermutung bestätigt sich, es wird tatsächlich ein Landais mit drei Zimmern.


 

Um die Baustelle herum ist die dünne Humusschicht des Waldbodens verschwunden. Der weisse, in überreichem Mass vorhandene Dünensand des Untergrundes wird sichtbar.


Auch hier zu erkennen: scharfe Trennlinie zwischen Bauzone und ursprünglichem Wald.


Strasse in Nordamerika im embryonalen Urzustand. Die reine Freude für alle Nordamerikaner, die ihren Ehefrauen beweisen konnten, dass spätestens das nächste Auto ein Geländewagen sein müsste. 


Der grosse Manitou kurzzeitig führerlos. Davor ein umweltbewusster Ureinwohner von Nordamerika beim Sammeln von Holzresten. Passt irgendwie: Die allermeisten Bewohner des namengebenden Nordamerika waren Jäger und Sammler.



Der große Manitou auf dem Abmarsch: Der ehemalige Waldboden ist ruiniert, das neue Haus steht aber, und der Waldboden wird sich in kürzester Zeit daran nicht mehr erinnern, dass man ihm so zugesetzt hat.

So und ähnlich sind in wenigen Jahren die Häsuer entstanden, die das heutige Nordamerika ausmachen.