Eichhörnchen

Eichhörnchen sind im Médoc nicht gerade selten. Ob sie noch wirklich zu den Wildtieren gerechnet werden können, ist nicht leicht zu entscheiden.

Wenig Zweifel gibt es hingegen bei der Frage, ob sie fotogen sind. Sind sie.

  Wir zeigen ein paar Bilder.


Noch ein Eichhörnchen, das sich dem standardisierten Farbschema verweigert, dabei aber auf Abrenzung zu den in den folgenden Bildern gezeigten Artgenossen bedacht ist. Dabei sollte man immer daran denken, dass Eichhörnchen, außer in der kurzen Paarungszeit, allein leben. Sie sind keine Rudel- oder Herdentiere und gehen mit Artgenossen, die in ihre Reviere eindringen, recht ruppig um.

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Ein Eichhörnchen oder doch nicht? Also, die Form stimmt, aber irgendwie passt die Farbe nicht ins Bild. Grau ist eigentlich nicht Eichhörnchenart.


Egal, keine Zeit, Abgang. Der nächste Termin wartet nicht.

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Erdnüsse und die Folgen

Man sieht ein Eichhörnchen, das auf die diesen Tieren eigene manierliche Art eine Erdnuss verspeist.


Ende der Mahlzeit und Abgang?


Mitnichten!


Fortsetzung der Mahlzeit. Mit Blick auf den Fotografen etwas andere Grundstellung.


Und nochmal eine neue Position, belebt die Berichterstattung.


Ein  Schlückchen in Ehren..., man beachte die mustergültig puschelige Haltung der hintersten Körperpartie.


Entschlossener Abgang mit Schwung ...


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Jugend forscht

Ein Trupp Halbstarker bei einem der ersten Ausflüge ohne Eltern. Hier sollte eigentlich eine geordnete Aufstellung als Eröffnung des Fototermins stattfinden.


Gerangel um die besten Plätze


Einigung auf diese Stellung: Alle schauen in verschiedene Richtungen. Bringt Leben ins Bild.


Versuch zur Ausrichtung nach vorn


Verlagerung des Geschehens auf mehrere Ebenen


Differienzierungsübung: oben und unten


Freie Gymnastik. In der Mitte Höchstschwierigkeit: Begegnung auf einem Ast.


Gleichmäßige Verteilung zur Ausnutzung der Bildfläche



Abschlussübung. Zwei blicken hin, zwei her.

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Nichts Besonderes. Ein Eichhörnchen mit Abwärtstrend



Auch nicht ungewöhnlich. Bisweilen spazieren Eichhörnchen eben über den Waldboden.


Eher ungewöhnlich. Eichhörnchen mit Vollbart



Der Bart wird in Form gebracht



Gut so?


Noch etwas nachtrimmen


Dann weg


Rauf auf den Baum


Um alle neidisch zu machen, die das nicht können: Sprungweise aufwärts mit großer Geschwindigkeit, Bart voran, versteht sich.

Damit ist das rätselhafte Gebaren dieses Eichhörnchens klar: Hier wird Material zum Nestbau beschafft und zur Einsatzstelle gebracht. Wenn man die Bilder 1, 3 und 4 dieser Serie näher betrachtet, sieht man, dass hier ein Weibchen unterwegs ist, das bald Nachwuchs haben wird. Bei Eichhörnchen sind übrigens Mütter stets alleinerziehend. Sie  bauen mehrere Nester, um bei Gefahr ihren Nachwuchs schnell umquartieren zu können. Ob hier ein Haupt- oder ein Ausweichnest entsteht, ist nicht festzustellen.
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Auch ohne Bart lassen sich Eichhörchen gut ins Bild setzen.

Aufsteiger nach Winterpause


Freude an der Selbstdarstellung?



Profilaufnahme

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Ein Eichhörnchen in kompromittierender Umgebung. Darf ein Wildtier so etwas?


Egal, hier ist Futter, und außerdem, erst kommt das Fressen und dann die Moral.

Man ist zufrieden, weiß auch schon, wie es weitergeht.



Blitzschneller Abgang. Schüttelt mögliche Verfolger ab und ärgert Fotografen.


Innehalten nach kurzem Fußweg


Übergang zu Handarbeit

Noch tiefer

Zufrieden. Es ist vollbracht. Die Erdnuss ist wieder da, wo sie hinmüsste, wenn man das mit der Erdnuss ernst nähme.

Gespannt darf man sein, ob diese Nuss die ihr zugedachte Aufgabe als Winternahrung erfüllen wird. Möglich, aber nicht sicher. Eichhörnchen vergraben ihre Vorräte ohne exakte Buchführung. Viele der so vergrabenen Schätze geraten in Vergessenheit und keimen im nächsten Jahr. Damit sorgen die Eichhörnchen für so manches Baumleben, das sonst nicht zustande käme. Bei Erdnüssen sieht das allerdings anders aus. Die können wegen der ihnen zuteil gewordenen Behandlung nicht mehr keimen. Auch wenn sie es könnten, sie hätten in unserem Klima keine Chance.