Fotografie

Die Leser der Médoc-Notizen wissen, dass bei uns fleißig fotografiert wird und dass vieles davon auch gezeigt wird. Das soll aus guten Gründen auch so bleiben. Wir glauben aber, dass bei den vielfältigen fotografischen Aktivitäten unserer Mannschaft mancherlei Erfahrungen gesammelt werden, die für fotografisch Interessierte nützlich sein können. Und diese Erfahrungen  wollen wir in dieser Rubrik ohne jeden Anspruch auf Systematik und Vollständigkeit vorstellen, wobei wir unsere Leser einladen, Beiträge und Materialien zu dieser Rubrik beizusteuern.

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Staubspuren auf Bildsensoren


Auf Bildern, die wir mit einer Panasonic Lumix TZ 22 gemacht haben, stellten sich nach ein oder eineinhalb Jahren plötzlich und ohne Vorwarnung Schatten ein. Hier sind sie am linken Bildrand und oben in der Bildmitte zu erkennen.



Hier gibt es ebenfalls Schatten, die gegenüber dem vorhergehenden Bild allerdings die Positionen geändert haben. Die Erklärung ist einfach, aber nicht erfreulich: auf dem Sensor der Kamera haben sich Partikel abgelagert, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Dass das möglich ist, ist auch nicht erfreulich, aber unschwer zu erklären: Die Kamera ist nicht staubdicht.


Die Kamera, mit der die soeben gezeigten Bidler gemacht wurden.


Eine Aufnahme, die mit der gezeigten Kamera ein paar Monate nach den zuvor gezeigten Bildern gemacht worden ist: Keine Schatten mehr. Schlussfolgerung: der Sensor ist wieder sauber.
Und dafür gibt es eine Erklärung: ein mutiges und experimentierfreudiges Mitglied unserer Redaktion, dem es leid tat, dass die schöne Kamera keine makellosen Bilder mehr lieferte, hat mit einem banalen und normalen Haushalts-Staubsauger die störenden Schatten verschwinden lassen. Dazu wurde die Kamera eingeschaltet, damit der Objektiv-Tubus ausfuhr und anschließend wurde die Kamera für wenige Sekunden in die Ansaugöffnung des eingeschalteten Staubsaugers gehalten.  Als die Schatten nach sehr kurzer Zeit verschwunden waren, wurde der Staubsauger ausgeschaltet. Und seither liefert die Kamera wieder Bilder, an denen nichts auszusetzen ist.
Unser Verfahren ist aber mit Vorsicht anzuwenden. Wir geben keine Garantie dafür, dass alle Sensorprobleme damit zu beseitigen sind. Bei uns hat das Experiment nur einmal stattgefunden, aber es hat funktioniert. Und wir haben mit einer Kamra experimentiert, die wir eigentlich schon abgeschrieben hatten. Zuvor hatten wir einen Kostenvoranschlag für eine Reinigung der Kamera eingeholt, der unserem Portemonnaie nicht gefallen hat.
(UM, 10. 03. 2017)