Ärzte und Gesundheit

Wir wollen in dieser Rubrik Wissens- und Empfehlenswertes zu den Themenbereichen Ärzte, Gesundheit, Krankheit zusammentragen, insofern damit Hilfen für ähnlich gelagerte Fälle gegeben werden könne.

Viele deutsche Frankreichurlauber haben im Laufe der Jahre schon Erfahrungen mit französischen Ärzten gemacht. Dabei war oft die sprachliche Barriere ein Problem. Wie wir jetzt erfahren haben, nutzt zumindest ein Arzt in Soulac eine computergestützte Möglichkeit, die sprachlichen Probleme zu verkleinern. Hier ein Erfahrungsbericht, den wir im Originalton weitergeben.

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Die Internetseite der Klinik in Lesparre:

http://www.pavillon-mutualite.com/etablissement_cliniques__la-clinique-mutualiste-lesparre-medoc_47.html

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Hautkrebs und Vorsorge

Hautkrebserkrankungen sind nach Aussagen der Statistiker die Krebsart, die häufiger auftritt als alle anderen Krebsarten zusammen. Rechtzeitig erkannt, sind hier die Heilungschancen besonders gut, vorausgesetzt, die Erkrankung wird rechtzeitig und fachgerecht behandelt. In Deutschland werden seit 2006 Vorsorgeuntersuchungen der Haut für über 35-jährige alle zwei Jahre von den Krankenkassen übernommen. Eine solche Untersuchung ist schmerzlos und wenig zeitaufwendig. Mindestens so wichtig wie die Vorsorgeuntersuchung ist jedoch ein verantwortungsbewusster Umgang mit Sonnenbestrahlung, darüber informieren bei den Vorsorgeuntersuchungen die Hautärzte, wenn man sie danach fragt.

                                                                       (UM, 11. Jan. 2013)

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Ein Erfahrungsbericht eines sachkundigen Lesers:

„Erfahrungsbericht bei Krankheit in Frankreich.

Warum in die Ferne schweifen? In Grayan, direkt neben dem Rathaus, hat der praktische Arzt Dr.Thiery Verhoeff seit vielen Jahren seine Praxis. Ein Vorteil ist hier, im Gegensatz zu Soulac, daß die Anfahrt m.E. für Kranke aus Euronat oder Grayan kürzer und die Praxis dort schneller zu erreichen ist. Den gößten Vorteil sehe ich aber in der nicht vorhandenen Sprachbarriere zwischen Dr. Verhoeff und seinen deutsch sprechenden Patienten. Er versteht und spricht ausreichend gut deutsch. Auch hier muss jeder 'Ausländer' in Vorkasse gehen. Die Ausgaben werden nach Rückkehr in Deutschland zuerst der Krankenkasse zwecks Rückerstattung vorgelegt. Ein gegebenenfalls offener Betrag wird dann voll von einer Auslandskrankenversicherung erstattet.

Mit freundlichem Gruß

M.N.“

(20. Febr. 2012)

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Auslandskrankenversicherung

Der ADAC bietet einen Auslandskrankenschutz an, der nicht nur vom Preis her interessant ist. Bei Kosten von 12,80 für Einzelpersonen bzw. 18,60 für Familien, bei denen die Versicherten jünger als 66 Jahre sind (Ältere zahlen 25,00 Euro bzw. 36,10 Euro), übernimmt die ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG die Kosten der medizinisch notwendigen Behandlung im Ausland. Auf Wunsch setzt sich ein ADAC-Arzt mit dem behandelnden Arzt im Ausland in Verbindung und sorgt für telefonische Betreuung. Bei Bedarf wird die Verlegung in eine deutsche Klinik, wenn nötig per ADAC-Ambulanzjet, besorgt. Dabei zahlt der Versicherte wie ein Privatpatient ambulante medizinische Leistungen und Medikamente bar. Die entstandenen Kosten werden anschließend vom ADAC erstattet. Bei Krankenhausleistungen reguliert der ADAC die Rechnungen direkt. Später wird der ADAC dann ohne Zutun des Versicherten mit der Krankenversicherung des Patienten Kontakt aufnehmen und ggfs. die Übernahme oder Aufteilung entstandener Kosten regeln.

Vor Abschluss der Versicherung sollte zweckmäßigerweise die für das Inland zuständige Krankenkasse befragt werden, um in Erfahrung zu bringen, ob und wie man im Krankheitsfall im Ausland geschützt ist.

(UM, 28. Jan. 2012)

 

http://www.adac.de/produkte/versicherungen/auslandskrankenschutzversicherung/default.aspx

 

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Erfahrungsbericht bei Krankheit in Frankreich

hier: Arztbesuch bei Dr. Didier Aubert in Soulac (gegenüber Lidl)

Nach nur kurzer Wartezeit – Patienten mit Termin haben Vorrang – kam ich bereits an die Reihe. Um sich ein Bild von mir zu machen zu können, gab Dr. Aubert seine Fragen in französisch in seinen Computer ein. Ich wollte meinen Ohren nicht trauen: diese Fragen wurden von einem Übersetzungsprogramm in akzentfreiem Deutsch über einen Lautsprecher in der Praxis an mich weitergegeben.  Daraufhin wurde diagnostiziert und ein Rezept unter Angabe der Dosierung (wie oft und wann) ausgedruckt.

Die Kosten für diese „Consultation“ betragen überall in Frankreich eff. € 23,00 und sind sofort zu bezahlen. Hierüber erhält man einen entsprechenden Beleg.

Die verschrieben Medikamente habe ich mir anschließend in Soulac aus der Apotheke geholt. Auch hierüber erhält man eine ausführliche Rechnung.

Nach Rückkehr in Deutschland habe ich mich zunächst an meine Auslands-Krankenversicherung gewandt. Diese verwies mich aber zunächst an meine deutsche Krankenkasse, damit die Kosten für deren Anteil ermittelt werden.

Meine Krankenkasse (eine BKK) behandelt zumindest solche Fälle wie meinen recht unbürokratisch: bis zu € 100,00 erstattet meine BKK die Kosten gegen Vorlage der Belege direkt in voller Höhe. Bei Kosten über € 100,00 wird die Differenz zum gesetzlichen Krankenkassenanteil vom priv. Auslands-Krankenversicherer getragen.   

Ein zufriedener und fast schon wieder gesunder Patient. 

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