Saint Émilion



Rundweg des Bähnle




Auf der rue Mme Bouquey


Auf der rue de clocher


Abwärts auf der tertre de la tente


Restaurant Logis de la Cadène an der tertre de la tente



Blick auf den Platz de l’eglise Monolithe




L‘eglise collegiale - Kreuzgang



L‘eglise collegiale - Kreuzgang



Auf der Rundfahrt mit dem Bähnle



Picknickplatz le cloître des cordeliers


Straßencafé auf der tertre de la tente

Ausflug nach St. Emilion

Von Euronat nach St. Emilion fährt man ca. 2 Stunden. Die Route führt über Libourne. Hier findet dienstags, freitags und sonntags ein großer Markt mit einem beeindruckenden Warenangebot statt. Blumen, Gemüse, Fisch, Fleisch, Austern, Bäckereiwaren, Gewürze, Kleidung, Kurzwaren, Lederwaren usw. Wenn man Märkte liebt, sollte man unbedingt dorthin.

Wir kamen über die alte Dordognebrücke (mit schöner Sicht auf Altstadt und die Kirche St. Jean), fuhren gleich links, unter der Brücke durch und fanden viele freie Parkplätze.

Von dort zum Markt (Place Surchamp) sind es wenige Meter. Um den Platz herum schöne Gebäude mit Arkaden. Das Rathaus hatte auch die deutsche Flagge gesetzt. Bestimmt nicht zu unserer Begrüßung, sicher, weil es eine deutsche Partnerstadt hat: (Schwandorf/Bayern).

Der Rundgang hat sich gelohnt, wir waren ganz begeistert von dem Warenangebot.

Aber das Ziel war ja St.Emilion, so fuhren wir nach einem kurzen Espresso in einem der vielen Straßencafés weiter.

St. Emilion liegt auf einem Hügel, es war Sonntag mit viel Verkehr und wenige Parkplätze. (Sonntags empfehlen wir keinen Besuch)!

 

Schon zur Zeit der römischen Herrschaft wurde in Saint-Émilion Wein angebaut. Selbst der Dichter Ausonius, nach dem auch Château Ausone benannt ist, betätigte sich dort als Winzer. Die Stadt selbst in ihrer jetzigen Lage und Form wurde im 8. Jahrhundert von einem Eremiten gleichen Namens gegründet. Saint-Émilion war eine wichtige Etappe für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Heute sind in der Region Saint-Émilion ca. 5.200 ha mit Reben bestockt, die auf ca. 1.000 Weinbauern verteilt sind. Inzwischen wurde der Ort und der Weinbau von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Historisch bedeutend ist eine noch erhaltene Felsenkirche, die ganz aus dem Kalkstein herausgehauen wurde. In einem Nebenraum ist eine Gruft zu sehen, in der die Gebeine der Toten bestattet wurden. Ein Loch in der Felsdecke soll den Seelen das Entweichen ermöglicht haben. In einer weiteren Felshöhle nebenan wird die Grotte des Einsiedlers Emilion gezeigt. Benachbart ist eine kleine romanische Kapelle. Auf der Felsplattform über der Kirche steht ein mächtiger Kirchturm. Die Pfarrkirche der Stadt hat eine romanische Fassade mit Rundbogenportal im Stil des Poitou. Ihr einschiffiges Langhaus ist mit Kuppeln gewölbt, wie es für den französischen Südwesten typisch ist. Das Querhaus und der Chor der Pfarrkirche sind gotisch. Im Kreuzgang sind viele alte Grabnischen erhalten. Der Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters (Cloître des Cordeliers) beherbergt heute einen Weinhandel, die Kirche ist eine malerische Ruine. Ein Wehrturm erhebt sich über der Stadt. Weiterhin sehenswert ist die 'Maison cardinale', ein romanischer Wohnbau, der später angeblich einem Kardinal gehörte. Vor der Stadt steht inmitten der Weinberge die 'Mur dominicain', die Seitenwand der Dominikanerkirche, die als einziger Rest des Klosters die Zeiten überdauerte.

                                                           (Quelle Wikipedia)

 

Teilweise ist der Spaziergang durch den mittelalterlich wirkenden Ort recht beschwerlich, es geht bergauf und bergab auf grob gepflasterten Straßen. Es empfiehlt sich daher, praktische Schuhe anzuziehen. Die Aussicht von vielen Stellen auf das Umland und auf das Städtchen ist grandios. Der Ort ist vom Weinbau und vom Tourismus geprägt. Viele Cafés und Restaurants (mit Außenbewirtung) laden zum Besuch ein. Die Geschäfte sind gefüllt mit Weinen, mit allem, was zum Weingenuss gehört. Natürlich fehlen auch die üblichen touristischen Angebote nicht. Zum Teil sind diese sogar hochwertig mit Arbeiten aus der Region, wie wir feststellen konnten. Besonders gut gefallen hat uns das Areal desehemaligen Franziskanerklosters (Cloître des Cordeliers). Innerhalb der Ruine, die zum Teil renoviert ist, gibt es einen schönen Picknickplatz. Hier verzehrten viele ihr mitgebrachtes Essen zum gekauften Wein aus dem Weinhandel.

Sehr schön war auch die Rundfahrt mit der „Bimmelbahn“ rund um St. Emilion mit Blick auf den Ort und der umliegenden Landschaft.

                                                            Renate Stottmeister, 2013