Dünenlandschaft



Der Dünenstreifen, der sich an der Küste des Médoc gebildet hat, ist zwar flächemäßig nicht sehr groß, aber er ist überall beeindruckend.


Es gibt drei Typen von Dünen. Hier sieht man die weiße, von blankem Sand geprägte und die grüne, von niedrigen Gewächsen bewachsene.


Im Vordergrund noch einmal ein Stück weiße Düne, dahinter der dritte Dünentyp, der von Bäumen, in der Regel sind das Kiefern, bestandene.


Vor den Waldgebieten auf dem Dünensand liegt ein unterschiedlich breiter Streifen von Krüppelkiefern, die mit dem vom Atlantik herübergewehten Salz in der Luft nicht zurechtkommen und absterben.


Blick vom Waldrand auf die grünen und die weißen Dünenbereiche.



Auch da, wo sich der Wald durchgesetzt hat, ist unter den Kiefern oft zu sehen, dass hier vor der großflächigen Bepflanzung mit Seekiefern eine oft recht hügelige Dünenlandschaft bestanden hat.



Der von den Dünen geprägte Strandbereich von Le Gurp



Und noch ein Blick auf durch Kiefern fixierte Dünen.



So muss man sich große Teile der Médoc-Küsten in der Zeit vor der Aufforstung vorstellen, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts in großem Stil betrieben wurde.



Die Küstendüne von Vensac-Océan nimmt bei stürmischem Wetter gern Besitz von der Straße.



Das kann zu Verwehungen führen, die nicht jedem Auto gefallen.



Blick vom Strand auf die Dünenkante. Man kann gut sehen, dass es zwischen den Sandmassen der Dünen mehrere feste Schichten gibt, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind.



Hier liegt unter der oberen Sandschicht der Düne eine Schicht, die wasserundurchlässig ist. Auf dieser Schicht wird Süßwasser in Richtung Küste gelenkt. In früheren Zeiten gab es kleinere Flüßchen und Bäche, die das von Niederschlägen herrührende Süßwasser zum Atlantik hin führten. Solche Gewässer gingen etwa bei Le Gurp oder in Montalivet in  den Atlantik. Seit der Zeit, in der die Dünen diese Abflüsse verschüttet haben, geht dieser Weg der Entwässerung nur noch sehr eingeschränkt. Die Folgen davon sind hinter der Dünenzone an vielen Stellen sichtbar, wo sich Feuchtgebiete gebildet haben, die entweder ganzjährig unter Wasser stehen oder nur zeitweise, vornehmlich im Winter und im Frühjahr. Diese Feuchtgebiete führen ihr Wasser allesamt in die Gironde ab.