Das Girondeufer

Die Gironde ist die größte Trichtermündung eines Flusses in Europa. Sie im Bild darzustellen, ist eine dankbare Aufgabe, der wir in der Folge nachgehen wollen. Wir stellen hier vornehmlich Bilder vom linken (südlicheren) Ufer der Gironde vor, weil diese Seite zum Médoc gehört. Das gegenüberliegende Ufer gehört im nordwestlichen Teil zum Département Charente-Maritime.


Das linke (südlichere) Girondeufer beim Phare de Richard. Blick girondeabwärts


Nochmal am Phare de Richard. Diesmal Blick girondeaufwärts


Noch ein Carrelet. Keines gleicht den anderen, es gibt rund 450 davon vom Bec d'Ambès bis zur Girondemündung.


Dieses Carrelet hat eine Aussicht der besonderen Art.


Dieselbe Aussicht, im Vordergrund aber nur noch die Reste eines Carrelets.


Reparaturarbeiten am Netz eines Carrelets. Wenn die erledigt sind, kann das Netz wieder eingesetzt werden. Das wird dann bei Flut bis zum Boden abgesenkt und nach einiger Zeit schnell angehoben. Wenn Fische drin sind, hat man etwas gefangen, ansonsten nicht (was heutzutage meist der Fall ist).


Nicht alle Carrelets sehen so aus, dass sie noch  eine lange Zukunft vor sich haben. Dafür sieht man hier aber Carrelets bei Flut, die ihre Netze absenken könnten, um Fische zu fangen.

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Das nördliche Médoc führt sein Wasser in die Gironde ab, oft über beträchtliche Strecken, die erforderlich sind, weil der Dünengürtel an der Atlantikküste für ablaufendes Wasser ein ernsthaftes Hindernis darstellt. Nicht wenige dieser Kanäle sind an ihrer Einmündung in die Gironde zu Häfen ausgebaut. Hier ist der Kanal von Talais zu sehen, in den gerade ein Schiff einfährt, das an seinem Heck eine einfache aber wirksame Vorrichtung besitzt, mit der der Kanal freigehalten werden soll.


Dasselbe Schiff, vorderer Teil


Das Reinigungsschiff ist vorbei.


Und schon kehrt wieder Ruhe ein.


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Blick auf die Gironde. In Aktion: der Schwimmbagger P. Lefort. Im Hintergrund das rechte Ufer, das teilweise eine felsige Steilküste hat.


Eine Reihe kleiner Häfen säumen das linke Ufer der Gironde. Da keine natürliche Gegebenheiten wie Buchten genutzt werden können, sind diese Häfen fast alle an den zur Gironde gehenden Entwässerungskanälen gelegen.


Dabei unterliegen sie den Gezeiten, hier bei Ebbe.



Bei tiefem Wasserstand fallen viele Boote trocken.


Wrackreste vor dem Port de Saint Vivien.


Port de Goulée bei Flut


Die alte, inzwischen stillgelegte Straßenbrücke in Port de Goulée, unter der gleichzeitig die Fluttore untergebracht sind, ohne die das dahinterliegene Land immer noch sumpfig und lebensfeindlich wäre.



Ein Tor in Großaufnahme. Die Tore funktionieren nach einem einfachen Prinzip. Steigt das Wasser der Gironde über den Wasserstand in dem Entwässerungskanal, dann werden die Tore zugedrückt. Ist der Wasserstand in der Gironde niedriger als im Kanal, dann öffnen sich die Tore und das Wasser aus dem Kanal kann abfließen. Simpel, wirksam und vollautomatisch. Diese Tore sind übrigens von den Holländern, die im 17. Jahrhundert ins Médoc gerufen wurden, um Sumpfgegenden zu entwässern, mitgebacht worden.