Chambord

Das Schloss Chambord ist das größte der Loire-Schlösser und eines der am meisten besuchten. Es wurde in der Regierungszeit König Franz I. (König von 1515 bis 1547) als Repräsentationsbau errichtet, der nach außen hin zeigen sollte, zu welchen Leistungen Frankreich in der Lage war. Da die Ambitionen des Königs auf die Kaiserkrone im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation als Nachfolger der Habsburger sich nicht erfüllten, blieb Chambord ein überdimensioniertes und überaus prächtig ausgestattetes Jagdschloss, das dem Hof eine Vielzahl von Zerstreuungs- und Vergnügungsmöglichkeiten bot. Es war jedoch nie dauerhafte königliche Residenz wie etwa später Versailles.


Die Nordfassade des Schlosses von Chambord, aufgenommen vor dem Ersten Weltkrieg mit der professsionellen Rafinesse eines auf Postkartenansichten spezialisierten Fotografen.

Auf dem eigentlichen Dach des Schlosses sieht man ein regelrechtes Luftschloss, das aus einer Vielzahl von Aufbauten besteht, die der höfischen Gesellschaft mancherlei Spiel- und Zerstreuungsmöglichkeiten boten.


Im Innereren des Schlosses. Eine doppelte Wendeltreppe mit zwei gegenüberliegenden Eingängen. Daurch können zwei Benutzer der Treppe in das obere Geschoss gelangen, ohne sich zu sehen. Das Schloss, das nie dauerhafte Residenz war, stand in der Regel leer und war nicht möbliert. Wenn der Hofstaat das Schloss beziehen wollte, mussten zuvor Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände herangeschafft werden.


Eine aufwändig konstruierte Außentreppe, die bis auf die Dachterrasse führt.


Ein Teil der Dachaufbauten, die offenbar darauf angelegt sind, dass sich keine Form wiederholt.


Vielleicht der prunkvollste Teil des "Luftschlosses"


Verweis auf den Erbauer, oder besser den Auftraggeber, Franz I.


Hier machen die Anfangsbuchstaben den Bezug noch deutlicher.


Noch einmal die Anlage von der "Schokoladenseite"


Chambord macht auch aus der Luft eine gute Figur.


Frontaler Blick auf die Prunkfassade. (Dieses und das vorhergehende Bild sind als Schwarz-Weiss-Aufnahmen mit einer Kleinbildkamera aufgenommen und inzwischen digitalisiert worden.)