Château Loudenne

Die chinesischen Schriftzeichen weisen hin auf die neuen Besitzer aus dem Reich der Mitte. Aufnahme vom 6. April 2014

Anfang 2013 wurde Château Loudenne an Chinesen verkauft. Aus diesem Grund ist es zur Zeit für den Publikumsverkehr nicht erreichbar. Dazu eine Notiz, die uns soeben erreichte:

"Bis auf weiteres findet keine Verkostung und Verkauf statt. Eine genaue Auskunft, ab wann dies wieder möglich sein soll, kann derzeit auch nicht gegeben werden, da man sich in der Umstellungsphase auf den neuen Eigentümer befindet. Ein Anruf im Vorfeld wäre daher durchaus sinnvoll. 

Die chinesische Flagge ist bereits gehisst und die Bilder der Vorbesitzer im Pavillon sind bereits abgehängt."
(Th. R., 01. Juni 2013)

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Château Loudenne im Jahre 2012, vor dem Verkauf

Château Loudenne, so wie man es sieht, wenn man im Auto anreist.

Château Loudenne ist eines der bekanntesten Châteaux des Médoc und es gehört zu denen, die direkt an der Gironde liegen. Dieses Château ist nebenbei das einzige im Médoc, das einen eigenen Hafen besitzt, wobei man freilich die Begrifflichkeit nicht allzu eng nehmen darf, denn ein richtiger Hafen mit Kaimauern, Kränen etc. ist hier natürlich nicht zu besichtigen. Immerhin können aber Schiffe anlegen, und das ist auch schon etwas.


Der Blick über die an die Gironde grenzenden Weinanbauflächen.


Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Château ist einer der ältesten Weinbaubetriebe, dem das auszeichnende Prädikat cru bourgeois für seine roten Weine verliehen wurde. Daneben produziert man auch Weißwein, der aber nicht als Médoc-Wein, sondern als Bordeaux klassifiziert wird. Von den rund 130 ha landwirtschaftlicher Flächen des Châteaus sind 57 ha für Rotwein und 7,5 ha für Weißweine reserviert.


Die Hafenanlagen und eine zufällige Besucherin.


Blick girondeaufwärts auf die hier recht breite Wasserfläche


Auch girondeabwärts viel Wasser, bevor der Blick auf das andere Ufer trifft.



Die weniger spektakuläre Ansicht des Châteaus von der Gironde aus.