Verkehrsradar und Bussgeld etc.

Wichtig für Frankreichreisende

Wer von einer Reise kommt, hat oft mehr oder weniger attraktive Mitbringsel im Gepäck, wer auf eine Reise geht, tut gut dran, wenn er bestimmte Dinge mitnimmt.

Wer mit dem Wagen nach Frankreich fährt, ist gut beraten, wenn er ein paar Dinge an Bord hat, die, falls sie nicht vorhanden sind, zu ärgerlichen Strafgeldern führen können.

Ganz oben auf der Liste stehen dabei  Sicherheitswesten. Verpflichtend ist mindestens eine für den Fahrer, die ein Prüfzeichen CE tragen muss und im Fahrzeug so untergebracht sein muss, das sie leicht  erreicht und vor dem verlassen des Fahrzeugs angelegt werden kann.

Nahezu gleich wichtig ist das Mitführen eines Warndreiecks. Auch das muss ein Prüfzeichen, in diesem Fall  E 27 R tragen.

Für den Fall einer Panne oder Notsituation müssen die Sicherheitswesten vor dem Verlassen des Fahrzeugs angelegt werden. Das Warndreieck muss mindestens dreißig Meter von dem havarierten Fahrzeug oder dem Hindernis, vor dem gewarnt werden soll, aufgestellt werden.

Gleichzeitig muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden.

Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern bis zu 750 Euro belegt werden. Es lohnt sich also, diese Bestimmungen zu kennen und sie zu befolgen.

Mehr: https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F19459

 

 

(UM, 20. 12. 2016)

 


Der weiße Riese


Frontalansicht. Am Ortsende bzw.-anfang von Champeaux (D 951) aus Richtung Bellac sind auf beiden Straßenseiten je ein weisser Riese aufgebaut worden. Aus Richtung Bellac steht er in einem kurzen Bereich 70 km/h, dahinter folgt sofort das Ortsschild mit danach 50 km/h.



Seitenansicht
Dieses futuristische Gebilde ist ein Gehäuse, das vollgestopft ist mit Technik der neuesten Generation der Radargeräte zur Verkehrsüberwachung. Damit können sowohl ankommende als auch abgehende Fahrzeuge gemessen werden. Je nach Standort können auch mehrere Fahrspuren unterschieden und korrekt überwacht werden. Technisch besteht die Möglicheit, zwei oder mehr dieser Stationen dazu zu verwenden, Durchschnittsgeschwindigkeiten von Fahrzeugen zu ermitteln. Gerüchte über allerhand andere Überwachungsmöglichkeiten, z.B. die Fähigkeit, zu kontrollierren, ob in vorbeifahrenden Fahrzeugen der Fahrer gegen die Vorschrift ein Mobiltelefon benutzt oder ob alle Fahrzeuginsassen vorschriftskonform die Sicherheitsgurte angelegt haben, sind tatsächlich Gerüchte, aus denen allerdings keine falschen Schlüsse gezogen werden sollten. Die Vergangenheit hat gelehrt, dass die Überwachungstechnik rasante Fortschritte macht, weshalb es angeraten erscheint, die Straßenverkehrsordnung nicht als Empfehlung zu nehmen, an die man sich halten kann oder auch nicht.


Rückansichtsicht



Front-Detail.


Zum Standort


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Zur Erinnerung:

Auch 2015 werden in Frankreich Strafmandate wegen der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit  anders als in früheren Jahren auch gegen Ausländer verhängt.


Strafmandate wegen der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit werden in Frankreich schnell und absolut humorlos ausgestellt, selbst, wenn die registrierte Überschreitung nach Abzug der Toleranzen nur 1 km/h beträgt.  Mehr dazu unten auf dieser Seite. Hier wollen wir nur sensibilisieren für den wohldosierten Einsatz des Gasfußes, zumal die Zahl der fest oder beweglich installierten Radargeräte in Frankreich in den nächsten Monaten noch einmal deutlich zunehmen wird und damit naturgemäß auch die Wahrscheinlichkeit, dass man als Autofahrer Gelegenehit bekommt, das Original eines französischen Strafmandats zu studieren.



Ausschnitt aus dem oben abgebildeten Strafmandat. Auch dazu mehr unten auf dieser Seite. 

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Ein Radargerät der neuesten Generation



Was beim Befahren von Tunnels in Frankreich zu beachten ist.

Hierzu ein Link:

http://www.bison-fute.gouv.fr/IMG/pdf/CONDUIRE_DANS_UN_TUNNEL.pdf


Finanzhilfen für den französischen Staat

Um die französischen Staatsfinanzen steht es nicht gut, aber es gibt Möglichkeiten zu helfen. Besonders für Autofahrer ist das relativ einfach. Die Redaktion der Médoc-Notizen hat hier getestet und ist in zwei Fällen erfolgreich gewesen. In einem Fall konnten dem französischen Finanzminister 135 Euro überwiesen werden, im zweiten erhielt er nur 45 Euro.

Wer sich an diesem Programm beteiligen will, sollte folgendes wissen:

Der Gebührenkatalog für Geschwindigkeitsübertretungen im Straßenverkehr in Frankreich ist vielgestaltig.

Wer nur wenig Geld anlegen will, sollte das dort tun, wo die zulässige Geschwindigkeit über 70 km/h liegt. Dort kann man sich ab 45 Euro beteiligen. Wo die zulässige Geschwindigkeit bei 50 km/h oder darunter liegt, ist der Einstiegstarif 90 Euro.

Die jeweils günstigsten Tarife gelten jedoch nur dann, wenn das verhängte Bußgeld innerhalb von 46 (bzw. 61 ) Tagen bezahlt wird. In die nächste Gebührenstufe gelangt man, wenn man innerhalb von 47 bis 76 Tagen (bzw. innerhalb von 91 Tagen) zahlt, und die Höchststufe kann man haben, wenn man nicht innerhalb von 76 (bzw. 91) Tagen zahlt oder gar einen Widerspruch einlegt.

Wir empfehlen, die jeweils niedrigsten Stufen zu nutzen und ohne Säumnis zu zahlen. Einspruchsverfahren haben in Frankreich meist nur wenig Chancen auf Erfolg.

Und wer gar nicht zahlt, muss damit rechnen, dass er irgendwann in Frankreich auffällt und dann richtige Probleme hat.


So sieht ein französisches Strafmandat aus, das in Deutschland zugestellt wird.


Hier hat es geblitzt in einem Bereich, in dem die Höchstgeschwindigkeit bei 50 km/h lag



Fall 2: Verstoß in einem Bereich, in dem die Höchstgeschwindigkeit über 70 km/h lag.


Das sind die Details aus dem Verstoß, bei dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit über 70 km/h lag

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Feste Radarstationen im Médoc :

http://blog.sortiesmedocaines.fr/2013/04/les-radars-fixes-de-gironde/

(eingegfügt: 02. Jan. 2014)

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Niemand ist verpflichtet, die zahlreichen Radarstationen an französischen  Straßen zu lieben, aber niemand kann daran vorbeisehen, dass seit Einführung dieser Gerätschaften die Unfallzahlen auf französischen Straßen gesunken sind, drastisch übrigens. Vor diesem Hintergrund muss man wohl die Aktivitäten sehen, die die französische Polizei entfaltet, wenn sie neue Radarstationen installiert.

 

Eine Radarstation der neuesten Generation. Sie registriert vorbeifahrende Fahrzeuge, und dies zunächst ohne böse Absicht.


Wenig transparent, was an diesen Brücken passiert. Obwohl primär dazu bestimmt, Lkw für Mautzahlungen außerhab der mautpflichtigen  Autobahnen zu erfassen, haben sie reichlich Platz für Radarapparaturen.


Hier auch


Noch eine Messtation. Neu ist, dass mit diesen Geräten der Eintritt in einen definierten Messbereich aufgezeichnet wird und das erfasste Fahrzeug beim Verlassen des Messbereichs erneut registirert wird. Dabei werden computerschnell die registrierten Werte abgeglichen und dann festgestellt, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit das erfasste Fahrzeug die Messtrecke durchfahren hat. Liegt der ermittelte Wert über dem zulässigen, gibt es eine Anzeige, kostenpflichtig, versteht sich. Da man nicht weiss, ob man gerade in einen solchen Messbereich hinein- oder herausfährt, stellt man vorsichtshalber den Tempomaten auf einen zulässigen Wert ein und geht mit dem Ersparten essen.