Das archäologische Museum in Soulac

 

Das kleine aber feine Museum in Soulac führt ein wenig ein Aschenputteldasein, da es nur in der Saison geöffnet ist, und das dann auch zu Zeiten, die man kennen muss.

Es ist geöffnet vom 1. April bis zum 30. September, jeweils von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr. In der Hochsaision wird das Museum erst um 19.00 Uhr geschlossen.

Wichtig für Besucher ohne belastbare Französischkenntisse : Es gibt eine deutschsprachige, gut gemachte Broschüre, mit der man anhand der  Numerierung der Exponate sich gut in dem Museum zurechtfindet.

Was außerdem gefällt:  Im Museum wird in angenehmer Lautstärke klassische Musik als musikalischer Hintergrund eingespielt.

Empfehlung: Besuch des Museums unbedingt einplanen!

Allein deswegen lohnt sich der Besuch des Museums schon: Einblick in die jüngere geologische Geschichte des Médoc. Die durchgezogenen Linien zeigen den heutigen Küstenverlauf.


Ausschnitt: Der spätere Euronat-Standort hat eine recht feuchte Vorgeschichte



Versteinerungen von Seeigeln



Das älteste erhaltenen Säugetier im Médoc: ein Elefant



Pfeilspitzen aus der mittleren Steinzeit (Mesolithikum), die zeigen, dass im Médoc auch zu der Zeit schon einiges los war.



Bronzezeitliche Äxte. In der oberen Bildhälfte die Rekonstruktion einer Axtschäftung.


Urnenfund aus Amélie mit fotografischer Dokumentation der Fundumstände


Grabstele

 


Das Prunkstück des Archäologischen Museums in Soulac in dem Zustand, in dem es 1989 am Strand von L'Amélie gefunden wurde. (Hier natürlich gereinigt und nach den erforderlichen Konservierungsarbeiten).


So hat das Prunkstück ausgesehen, bevor es vergraben wurde. Es handelt sich um ein keltisches Feldzeichen, das  wohl im ersten Jahrhundert vor Christi Geburt von seinen Besitzern zerlegt und vergraben wurde, vermutlich um es nicht in die Hände siegreicher Feinde gelangen zu lassen. Die hier gezeigte Rekonstruktion wurde in den Werkstätten des Römisch-Germanischen Museums in Mainz gefertigt.


Hier eine vergoldete (stark verkleinerte) Reproduktion der Rekonstruktion, angefertigt in einer Goldschmiedewerkstatt in Lyon, zum Preis von 45 € als Brosche oder Kettenanhänger im Museum von Soulac zu erwerben.



Das Feldzeichen auf der Briefmarke mit Sonderstempel vom  Tag der ersten öffentlichen Ausstellung des rekonstruierten Fundstücks im Museum von Soulac.

(Alle Bilder dieser Seite: © Ulrich Marwedel 2008)

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