Kurzinformation zum französischen Schulsystem

 

In Frankreich beginnt ein Kind seine schulische Laufbahn in der école maternelle, in der Regel im Alter von drei Jahren. Die école maternelle ist kein Kindergarten, in ihr werden Kenntnisse vermittelt, auf die in der nächsten Schulstufe aufgebaut wird.

 

Danach wechselt es mit sechs Jahren in die école primaire (fünf Schuljahre).

Die fünf Schuljahre werden nach ihrer Funktion in der Laufbahn der Schülerinnen und Schüler benannt. Es gibt keine fortlaufende Zählung der Klassenstufen wie in Deutschland. Die fünf Schuljahre tragen folgende Bezeichungen:


Cours préparatoire (CP)

Cours élémentaire 1re année (CE 1)

Cours élémentaire 2e année (CE 2)

Cours moyen 1re année (CM 1)

Cours moyen 2e année (CM 2)

 

Alle Schüler gehen im Alter von elf Jahren danach auf das Collège (vier Schuljahre). Die Schuljahre werden „rückwärts“ gezählt, (so wie das in früheren Zeiten auch in Deutschland flächendeckend Brauch war.)

Die vier Schuljahre des Collège sind in drei Zyklen eingeteilt:

Sixième (sechste Klasse): Einführungszyklus,

Cinquième und quatrième (fünfte und vierte Klasse): zentraler Zyklus,

Troisième (dritte Klasse): Zyklus der Orientation

 

Wer seine schulische Ausbildung mit Ausrichtung auf das Abitur fortsetzen will, kann das (hinreichende Leistungen vorausgesetzt) tun, indem er in eine der auf das Collège aufbauenden Schulen überwechselt, die unterschiedliche Ausbildungschwerpunkte anbieten und verschiedene Abschlüsse erlauben, unter anderem das baccalauréat, das die allgemeine Hochschulreife zuerkennt.

Bis zum Abitur dauert die schulische Laufbahn noch drei Jahre:


Seconde (zweite Klasse),

Première (erste Klasse),

Terminale (Abschlussklassse)


(wird bei Bedarf fortgesetzt)