Wiedehopfe



Ein Wiedehopf mit aufgestelltem Federbusch, der meist allerdings nicht so zur Schau gestellt wird.


Im Gegenlicht wirkt die Kopfzier natürlich noch besser.
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Wiedehopfe und Nachwuchs, 2. Juli  2013


Anflug

 


Sichern und bedenken, was zu tun ist.


Ein bald flügger Jungvogel, der sich vorwitzig nach vorn gewagt hat und nachsieht, wo die nächste Mahlzeit bleibt. An der Schnabelwurzel haben junge Wiedehopfe auffällig gefärbte Streifen, die, wenn der Schnabel weit aufgerissen wird, bei den Eltern einen Fütterreflex auslösen, der durch nichts aufgehalten werden kann.



Mama oder Papa Wiedehopf beim Füttern


Es war wohl nicht genug. Der soeben gefütterte Jungvogel sperrt weiter den Schnabel auf, während aus der Nachbarluke ein ebenfalls hungriger Nestgenosse schaut.


Ob hier eine Lektion in Sachen Wiedehopfbenehmen erteilt wird?




Vater und Mutter zusammen vor dem Nesteingang




Abflug 



Noch ein Abflug
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Wiedehopf bei der Arbeit, 28. März 2013


Wiedehopfe suchen ihre Nahrung im Boden. Dabei ist der lange Schnabel ein vorteilhaftes Werkzeug, mit dem solange im Untergund herumgestochert wird, bis ...


etwas Genießbares aufgespießt wird. Leider ließ der Wiedehopf den Fotografen nicht so nah heran, dass man genau definieren konnte, was hier soeben auf den Speisezettel gewandert ist. Entweder war es ein Wurm oder eine Insektenpuppe.



Auf jeden Fall scheint es zu schmecken.

Auch dieser Wiedehopf war erfolgreich.

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Die Wiedehopfe sind wieder da. Am 15. März 2013 wurden die ersten Wiedehopfe in Euronat gesichtet, am 17. März hörte man die ersten Rufe, und am späten Nachmittag desselben Tages wurden die ersten Fotos gemacht.

 

 

Wiedehopf mit Brautgeschenk

 

Rein technisch kein starkes Foto, außerdem erkennen nur Eingeweihte, dass hier ein Wiedehopf kurz vor der Landung zu sehen ist. Trotzdem kann man erkennen, dass er etwas im Schnabel trägt. Wie sich noch herausstellen wird, fliegt hier ein Männchen an.


Nach der Landung. Trotz der ungünstigen Beleuchtung klar zu sehen: ein Wiedehopf mit einer Insektenpuppe im Schnabel. Nicht zu hören: er ruft laut und vernehmlich, um auf sich aufmerksam zu machen.

 

Dabei dreht er sich und beobachtet die Umwelt. Die Insektenpuppe bleibt unangetastet, denn sie wird noch eine Rolle spielen.

 

Nach zwei bis drei Minuten kam Antwort und der Wiedehopf flog ein Stück weiter. Für den Fotografen günstig, spielte sich das Folgende mit optimaler Beleuchtung ab. In der kurzen Zeit, die der Fotograf brauchte, um seinen Standort zu wechseln, hat die Insektenpuppe ihren Bestimmungsort erreicht: ein Weibchen. Am Schnabel des Männchens ist nur noch ein Rest zu sehen.


Nach der Übergabe des Geschenks geht es es oben auf dem Zweig lebhaft und laut zu. Das Männchen, (rechts) hat eindeutige Absichten, die dem Weibchen nicht missfallen.


 

Das Brautgeschenk ist offenbar gut angekommen.

 


 

Abflug.

 

Die in der vorangehenden Serie gezeigten Bilder sind entstanden innerhalb von gut vier Minuten. Wir haben danach unsere Bestände an Wiedehopfbildern durchgesehen und festgestellt, dass Anfang April, wenn die Vögel sich paaren, Wiedehopfe mit Insektenpuppen im Schnabel nicht selten zu beobachten sind.

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Wiedehopf am 24. April 2012


Ein Wiedehopf auf einem von Meisen bewohnten Nistkasten. Auffällig, aber auf den ersten Blick nicht verdächtig


 

Die Körpersprache verrät aber, dass hier kein zufälliger Zwischenstopp eingelegt wurde.


 

Jetzt ist klar, dass hier Dinge geplant sind, die man gemeinhin nicht mit dem eher friedlichen Bild vom Wiedehopf in Verbindung bringt.

 

Jetzt ist kein Zweifel mehr möglich: Hier wird ein Versuch, gemacht, ein Nest auszurauben.  In dem hier attackierten Nest werden seit etwas mehr als einer Woche junge Meisen gefüttert.


 

Es sieht bedrohlich und fast so aus, als ob es den jungen Meisen an den Kragen gehen würde. Der Wiedehopf kann jedoch, anders als die fluggewandten Meisen, keinen Halt finden.


 

Abbruch und nachdenkliche  Überprüfung der Taktik


Erneuter Anflug

 

Wieder kein Halt an der glatten Front des Nistkastens

 

Nochmal Maßnehmen

 

 

 

Wie gehabt, kein wirklicher Erfolg

 

Abschwung und (vorläufiges?) Ende der Attacken. Wenige Minuten danach haben die Meiseneltern ihren Fütterungsbetrieb wieder aufgenommen.

 

Die Bilder zeigen, wie wichtig es ist, bei Nistkästen einige Dinge zu beachten. Dazu gehört es unbedingt, die Einfluglöcher nicht größer zu machen als dies für die Vögel, für die Kästen bestimmt sind, notwendig ist.

Weiterhn sollten keine Sitzstangen oder ähnliche Dinge an Meisenkästen angebracht werden, die Nesträubern zugute kommen könnten.

Dritter wichtiger Hinweis: das Einflugloch sollte mindestens 17 oder 18 cm höher sein als das Nest in dem Kasten. Diese Distanz sichert, dass weder Wiedehopfe (wie oben zu sehen) noch Eichhörnchen, die auch als Nesträuber tätig werden, durch das Einflugloch den Jungen im Nest Schaden zufügen können.

(UM, 24. April 2012)


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Wiedehopf-Kinderstube.


Nochmal dieselbe Kinderstube, Aufnahme eine Woche später.


Dieselbe Kinderstube am selben Tag aufgenommen wie die vorhergehende Aufnahme.

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Auch Wiedehopfe müssen geputzt werden.

 


Das sieht dann manchmal so aus.

 


Wie schon gesagt, denken auch Wiedehopfe meist an die Arterhaltung. Dazu brauchen sie Nistmöglichkeiten. Und die finden sie z. B. hier in einem Dach mit Ziegeleindeckung.

 


Nach der Brutzeit müssen die Jungen gefüttert werden. Hier sind Vater und Mutter  fast gleichzeitig da. Wer Vater und wer Mutter ist, ist aus der Entfernung kaum auszumachen.


Anflug mit Nahrung im Schnabel

 


Das Hochenergiepaket in Großaufnahme: Eine Insektenpuppe. Möglich, dass die vom Prozessionsspinner stammt.

 


Nach der  Fütterung ist vor der nächsten Fütterung. Daher Abflug zur nächsten Runde.

 


Und hier wird das Futter besorgt: Insektenpuppen gibt es in der Erde, und die wird hier im Tagebauverfahren  nach Nahrhaftem durchsucht. Momentan wird allerdings gesichert. 

 


Hier wird gearbeitet.


Mit dem Glück des Tüchtigen wird man fündig. Dann aber ab zum Nest, der Nachwuchs ist immer hungrig.

 

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Porträts


Wenn Wiedehopfe direkt vor einer Fensterscheibe posieren, kommt das heraus. Vorausgesetzt, die richtige Kamera blickt zum rechten Zeitpunkt in diese Richtung.


Perspektivenwechsel


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Zwei Wiedehopfe, links mit dem kürzeren Schnabel ein Weibchen oder ein Jungvogel, der darauf wartet, dass Vater (rechts) mit dem langen Schnabel etwas Leckeres aus dem Boden zaubert. Gut zu sehen, dass der lange Schnabel wirklich ein wirkungsvolles Werkzeug ist, um im lockeren Sand nach Insekten, Würmern etc. zu stochern.

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Die Wiedehopfe sind wieder da




Die ersten Wiedehopfe des Jahres wurden schon vor einer Woche gesichtet, aber es wollte partout keiner von denen ins Internet. Den hier haben wir überlisten können, weil er gerade mit anderen Dingen beschäftigt war.




Er ließ nämlich seinen wiedehopftypischen Ruf erschallen, was uns half, ihn zu orten. Danach konnten wir ihn beim Rufen beobachten und feststellen, dass er dabei den Kehlkopfbereich aufbläht und gleichzeitig den Schnabel senkt. Hier ist also ein Männchen zu sehen, das gerade ruft.